Alpencross Gardasee : 3. Scalettapass

Dürrboden bei Davos

 

auf dem Weg zur Alp Dürrboden

 

 

Technische Daten:

Länge:     65 km
Höhe:      1650 Hm
Dauer:     7:10 h 

Wetter:  ♦♦♦♦♦
Strecke: ♦♦♦♦ 
Level:    ♦♦♦♦♦

Highlights:

  • tolle Abfahrt vom Scalettapass

Beschreibung der Tour von von Klosters nach S-Chanf:

Teil I. Erlebnisreich verliefen bereits die ersten zwei Tage: am ersten Abend wussten wir nicht, wie wir sitzen sollten und am zweiten Abend waren wir stolz über unsere erste Überquerung eines Alpenberges. Zumindest war es ein Joch, was sich bei einer Höhe von über 2.200 Meter irgendwie sehr bescheiden anhört. Man stelle sich vor, jemand erzählt: "ich bin gestern mit meinem MTB über ein Joch gefahren." "Aha" ist wahrscheinlich die Antwort darauf. Naja, es klingt ja auch nicht so richtig erlebnisreich.

 

Ein Blick nach draußen lässt unsere Stimmung weiterhin gut sein, es sieht nicht nach Regen aus, auch wenn der Himmel undurchsichtig wie trübes Wasser aussieht. Gestern Abend noch haben wir uns darüber gefreut, wie gut und erfolgreich unsere erste richtige Bergtour gelaufen ist. Niemand ist abgestürzt oder hat sich ein Bein gebrochen. Nichts dergleichen Unglückliches ist geschehen und die auf Schotterpiste rauschende Abfahrt runter nach Klosters beflügelte unsere Stimmung noch ein bisschen mehr.

Teil II. Routiniert packen wir unsere Sachen und prüfen nochmal die schmierige Substanz auf unseren Kettengliedern. In Punkto korrektes Schmieren der Mountainbike-Kette sind wir teils sehr unterschiedlicher Meinung. Ich bin ein Vertreter des "Metall-darf-niemals-trocken-laufen" und sorge auf jeder Mountainbike-Tour für eine schlürfende Akustik im Antriebsbereich. Sicher ist sicher. Mein Kollege ist da eher beschaulicher im Umgang mit dem Schmiermittel und so ist zumindest ein Diskussionsthema immer vorhanden.

 

Das Kurbeln geht heute trotz des ersten Passes leicht von der Hand. Die ersten Kilometer führen uns über die Straße von Klosters zum Davoser See entlang nach Davos. Der Name des Ortes klingt nicht unbekannt, ist aber trotzdem nicht sonderlich spektakulär oder ein unbedingt sehenswertes Highlight. Für uns bedeutet es lediglich die Weiterfahrt auf den Weg zur Alm Dürrboden, die gefühlt eine Weltreise entfernt liegt.

Tourenbilder 1:

 

 
vor dem Hotel in Klosters

Morgendliches Antreten zum Starterfoto

 

 

 
auf dem Weg zum Dürrboden

immer dem Dürrboden entlang

 

Teil III. Die Strecke bis zur Alm ist weitestgehend asphaltiert, aber stetig steigend. Über zehn Kilometer lang ist der Weg, bis wir endlich gegen Mittag am dort gelegenen Gasthof ankommen. Natürlich haben wir uns in Klosters im Migros (oder war es der Denner) die notwendige Nahrungsmittel für das Mittagessen besorgt. Eine gewisse Unsicherheit in der Essenslogistik ist Ursache, dass wir uns nach Verabschiedung vom Hotel oder Pension schon frühzeitig mit Essen und Trinken für den Mittag versorgen.

 

Wir wissen ja nicht, was uns bei Verlassen der Zivilisation in den Bergen um uns herum gegen Mittagszeit passieren kann. Da wir Angst vor dem Verhungern und Verdursten haben oder unser Mountainbike sehr lange Zeit bis zur nächsten Kneipe geschoben werden muss, ist für Leib und Seele auf jeden Fall schon mal gesorgt.  

Teil IV. Wir erreichen bei sengender Hitze die Alm und suchen uns einen schattigen Platz unter den dürftig gesäten Sträuchern. Die zermürbende und nicht enden wollende Dürrboden-Strecke hat uns mit seiner Steigung ganz schön zu schaffen gemacht. Aber unsere MTBs dürfen jetzt auch erst einmal Pause einlegen. Die besorgten Brote und Stephans obligatorische Zwei-Liter Coca-Cola Flasche landen in unserem Inneren und wir sind satt und zufrieden. 

 

Gestärkt nach einer gut einstündigen Siesta machen wir uns auf und erklimmen den Scalettapass. Der Weg dort hin ist recht schmal und sehr steil, daher schieben wir freiwillig unsere Mountainbikes da hoch. Wir begegnen einer Gruppe junger Mountainbiker, die ein wenig hilflos wirken. Der Grund ist schnell ausgemacht: Loch im Schlauch, kein Flickzeug und keine Luftpumpe dabei. Mann, die haben Nerven hier zu fahren. 

Tourenbilder 2:

 

 
st auf dem scalettapass

ein Selfie auf dem Scalettapass

 

 

 
auf dem Scalettapass

das Gipfelkreuz am Scalettapass ist erreicht 

 

Teil V. Der Scalettapass mit einer Höhe von stolzen 2.600 Metern ist erklommen und wir haben das wichtigste Ziel unserer heutigen Etappe erreicht. Es ist später Nachmittag und das Wetter ist mild. Unglaublich, wie die Temperaturen sich in den letzten beiden Tagen senkrecht nach oben verändert haben. Wir fahren einen langen und immer wieder in Serpentinen geschlungenen Trail bergab. Ein kleiner Fluß ist zu überwinden und wir radeln problemlos langsam durch.   

Teil VI. Bis S-Chanf sind es nur noch wenige Kilometer und rasant verlieren wir auf dem erstklassigen Schotterweg weiter an Höhenmetern. Das wir auf einmal so schnell vorwärts kommen, hätten wir auch nicht gedacht. Wir treffen auf die Hauptstraße und rollen die letzten 3-4 Kilometer nach S-Chanf hinein. Wie bereits auf Gäste wartend, lädt uns das Hotel Scaletta zum Ruhen und Nächtigen ein. Wir nehmen das "Biker-Menü" und verbringen einen entspannten Abend im Hotel.

Tourenbilder 3:

 

 
auf der Abfahrt nach S-Chanf

 es geht wieder bergab

 

 

 
das hotel scaletta in S-Chanf

Unser Hotel in S-Chanf

 

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