Alpencross Lago Maggiore: 2. von Vorder Höhi nach Elm

Von Vorder Höhi zum Walensee

der Walensee nicht der Bodensee

Blick auf den Walensee

 

 

Streckenprofil:

Länge:     73 km, 
Höhe:      1750 Hm, 
Dauer:     7:10 h,  

Wetter:  ♦♦♦
Strecke: ♦♦♦
Level:    ♦♦♦♦

Highlights:

  • Abfahrt von der Vorder Höhi

Beschreibung der Tour über die Vorder Höhi nach Elm:

Teil I. Gut gegessen und geschlafen in unserer robusten Unterkunft, stehen wir pünktlich um 8:00 Uhr vor der Tür zum Frühstücksraum. Es ist Sonntagmorgen und gestern Abend fragte uns der Wirt, wann wir denn gerne unser Frühstück einnehmen möchten. Wir sagten ihm, dass acht Uhr ok wäre, aber ein leichtes Zucken überfiel unseren Gastwirt und die Zustimmung wurde mit einem zaghaften Ok bestätigt.

 

8:15 Uhr: für unser Verständnis der Ordnung und Pünktlichkeit in der Schweiz ist es ungewöhnlich ruhig in der Pension und es gibt nicht den geringsten Anschein, dass sich in Sachen Frühstücksvorbereitung was getan hätte. Edi zeigt wahren Heldenmut und schlägt vor, dass er den Wirt mal an sein Versprechen erinnert. Kurzerhand nimmt er mit festem Schritt die knirschenden Holztreppen und ... holt den Wirt mit klaren Worten aus den Federn.

Teil II. Das Frühstück war sicherlich eines der besten, die wir auf unseren Übernachtungen bislang hatten. Das entschädigte gänzlich unseren verspäteten Start in den Tag und so sattelten wir unsere Mountainbikes etwas später als gewohnt und machten uns auf den Weg zur Vorder Höhi. Waren die Wege am Bodensee noch flach und im Thurgau noch leicht hügelig, erwartet uns jetzt der erste Anstieg auf über 1.500 Meter Höhe, wir sind gespannt.

 

Der gesamte Weg bis zur Alm auf dem obersten Punkt der Vorder Höhi ist asphaltiert und es macht uns überraschenderweise wenig aus, wie auf einer Galeere immer im gleichen Takt die Kurbeln unserer MTBs zu treten. Eine grandiose Aussicht belohnt uns mit einer Sicht über den Walensee, der nun fast tausend Meter unter uns liegt. Im Hintergrund sind die Gebirgszüge des Glarus wie eine breite Wand zu sehen. Der Himmel ist etwas wolkenverhangen, aber die Sicht ist ausgezeichnet.

Tourenbilder 1:

 

 Mountainbike tour ab stein

Start an der Pension in Stein

 

 

 Ich bin auf der Vorderen Höhi angekommen

 auf der Vorder Höhi

 

Teil III. Von der Vorder Höhi führt der Weg über den Ort Amden bis in die Ebene des Walensees mit gleichbleibender, aber ordentlichem Gefälle hinab. Der Weg ist ein ausgezeicheter Test für unser Bremssystem und zugleich Premiere für unseren Pechvogel des letzten Alpencross zum Comer See: Edi hat ein neues Mountainbike! Das Galama mit den Felgenbremsen und den Ventilmorden wird nun hoffentlich Vergangenheit sein.

 

Die Bewährungsprobe für das neue MTB beginnt und die Abfahrt wird nun zeigen, ob sich die Investition in das neue Mounti gelohnt hat. Stehen wir über eine Stunde lang auf der Kurbel, um den Aufstieg auf den Pass zur Vorder Höhi zu meistern, rast die Zeit wie in Windeseile bei der Abfahrt nur so dahin. In weniger als einer Viertelstunde ist die ganze Aufstiegsarbeit dahin und wir kommen am Fuße des Walensees an. 

Teil IV. Der Weg bis zur Stadt Glarus verläuft durchgehend flach und es reihen sich eine Ortschaft nach der anderen aneinander an. So, als ob alle Häuser schnell noch einen Platz hier finden möchten, bevor die hoch aufragenden Berge der Umgebung ihren Anspruch an der begrenzten Fläche deutlich machen. So ist es in der Tat, denn es gibt jetzt auch nur noch zwei Möglichkeiten, auf der Straße weiter Richtung Süden vorwärts zu kommen.

 

Richtung Westen geht es zum Vierwaldstätter See und nach Südost fährt man in das Niemandsland bis Elm, das heute Ziel der Etappe ist. Bei Glarus-Süd scheiden sich dann die Wege und wir fahren ins Niemandsland auf der Straße, die hinter Elm dann vor den Bergen kapituliert. Edis neues MTB hat die Abfahrt von der Vorder Höhi bestens geschafft, jetzt steht die nächste Prüfung an: der Panixerpass wartet bereits.  

Tourenbilder 2:

 

 zwei Mountainbiker auf Tour

im Hintergrund unten der Walensee

 

 

 Frisörladen in Elm

die Ferien sind geplant

 

Teil V. War es im Tal zwischen Weesen und Glarus noch lebhaft auf den Straßen und in den Ortschaften, wird es mit zunehmender Annäherung an Elm mehr und mehr einsamer und verlassener. Der Verkehr wirkt gedämpft und die Zahl der Autos, die an uns vorbeifahren, lassen sich gut zählen. Wer will auch schon auf einer Straße fahren, die plötzlich vor einem Berg endet und dort nicht weiter führt?

 

Auf dem Weg nach Elm ist außer der Ruhe noch etwas weiteres wahrnehmbar. Rollten unsere MTBs noch wie von alleine durch die Ebene, spüren wir jetzt, dass es in die Berge geht. Der Weg hat eine gleichbleibende Steigung und wir sind sogar froh darüber, dass wir den Anstieg bis auf die Anhöhe des Panixerpasses schon etwas vorarbeiten können. Schließlich hat der Berg eine 2 vor der Tausenderstelle stehen. Jetzt ist es vorbei mit den Übungen am Bodensee.

Teil VI. Wir kommen am späten Nachmittag in Elm an. Der Ort scheint auf den ersten Eindruck an der Abgeschiedenheit nicht zu leiden, liegt er doch in einer Sackgasse vor den Bergen. Schmucke Holzhäuser und eine angenehme Ruhe laden uns zu einem schönen Spaziergang durch den Ort ein. Erneut haben wir eine nette, rustikale Unterkunft gefunden, die sicher schon einige Lebensjahre schultert.

 

Am Abend gönnen wir uns im Gasthaus der Pension ein Gericht, bei dem wir nicht wissen, ob das gerichtete Huhn auf dem Teller schon tot ist. Es sieht zumindest noch so aus, als wenn es am Kochtopf vorbei gelaufen wäre. Auf unsere Bitte der Nachbräunung hin, versucht uns die Wirtin zu beschwichtigen, das mit dem Gericht keine Bedenken gibt. Vielleicht wegen unserer städtischen Erscheinung bekommen wir aber doch nochmal eine Nachbearbeitung serviert. Wir sind alle zufrieden.

Tourenbilder 3:

 mit dem MTB auf den Panixer pass

Vorder Höhi Ade, der Panixerpass wartet

 

 

der General in Elm 

wer war denn der General Suworow in Elm?

 

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