Bodensee-Radweg Ausgangspunkt

die größten Städte am Bodensee

Ortschaften am Bodensee (Ref. 1)

Was ist ein guter Ausgangspunkt für eine Bodensee-Umrundung?

In der Übersicht zum Bodensee-Radweg wurden die verschiedenen Möglichkeiten erläutert, wie man eine Bodensee-Umrundung am besten vornimmt. Zu unterscheiden ist eine sternförmige versus einer abschnittsweisen Bodenseeumrundung. Beginnen wir mit der sternförmigen Umrundung.

 

Sternförmige Umfahrung des Bodensees

Wer gerne einen festen Ausgangspunkt wünscht, an dem er oder sie am Abend gerne wieder zurück sein möchte, wählt die sternförmige Tourenvariante. Dabei sind zwei Punkte zu beachten:

 

  1. Es gibt nur wenige günstige Ausgangspunkte, an denen eine sternförmige Umrundung auf dem Bodensee-Radweg möglich ist.

  2. Es sind vorgegebene Streckenabschnitte im Tagesverlauf zu bewältigen, die von der geografischen Form des Bodensees vorgegeben sind.

 

Günstige Ausgangspunkte zur Bodensee-Umfahrung

Wirft man einen Blick auf eine geografische Karte des Bodensees, dann wird man mit einem Lineal schnell feststellen, dass der Bodensee keine kleine Pfütze ist, sondern über eine beachtliche Größe und damit einem nicht unerheblichen Umfang verfügt. Es sind rund 250 Kilometer mit dem Fahrrad zurück zu legen und die Frage ist, wie man das am besten sternförmig gestalten kann. 

 

Bodensee-Radweg ab Konstanz

Bodensee-Umrundung in drei Etappen (Ref. 1)

 

Ausgangspunkte für den Bodensee-Radweg in Österreich

Überlegt man, den Startpunkt zum Beispiel in Bregenz beginnen zu lassen, dann klingt das erst einmal sinnvoll, wenn die Anreise aus der Umgebung erfolgt oder aus der südlichen Alpenregion (Dornbirn, Feldkirch, Chur und weiter hinunter wie Bellinzona, Lugano, usw.).

Aber wie sollen die Tagesetappen inklusive Rückfahrt am selben Tag erfolgen? Mit dem Fahrrad allein ist das nicht möglich, denn dazu müsste man ja auf halber Strecke wieder umdrehen, um den restlichen Teil der geplanten Tageseinheit wieder für den Rückweg zu nutzen. Das macht wenig Spaß, weil es zu wenig Charakter einer Bodensee-Umrundung aufweist und die Frage ist dann natürlich, wie es am nächsten Tag weiter gehen soll bzw. der Anschluss an die Vortagesetappe stattfinden soll. Das ist also eine Sackgasse und der Ausgangspunkt scheint nicht gut gewählt zu sein.

Schlau wäre natürlich die Kombination Radfahren auf dem Bodensee-Radweg und Rückfahrt am Tagesziel mit der Bahn oder einer Fähre vorzunehmen. Der Schiffsverkehr auf dem Bodensee ist gut ausgebaut und hat vor allem im Sommer sehr gute Verkehrszeiten und Anbindungen. Auf diesem Wege könnte die Folgeetappe am nächsten Tag erst mit der Bahn (oder Schiff) begonnen werden, dann mit dem Fahrrad der nächste Abschnitt geradelt und zurück dann wieder mit einem schnellen Verkehrsmittel. So lässt sich der Bodensee vom südöstlichen Zipfel aus in wenigen Tagen umrunden.

 

Mit Schiff und Bahn am Bodensee unterwegs

Variante: Start mit Fahrrad und tägliche Rückkehr mit Schiff oder Bahn (Ref. 1)

 

Aber macht das wirklich Spaß? Zu bedenken sind einerseits der planerische Aufwand mit Einholung der Verkehrszeiten von Zug und Schiffsverkehr, andererseits kostet der Aufwand sehr viel Zeit für die tägliche Rückfahrt (und Hinfahrt ab der zweiten Tagesetappe). Nicht weniger spielt vor allem der finanzielle Aspekt eine Rolle, dass für jedes andere Fortbewegungsmittel als das eigene Fahrrad, eine Menge Geld zu zahlen ist. Fazit: von österreichischer Seite aus ist es keine gute Idee mit einer sternförmigen Radtour um den Bodensee zu beginnen.

 

Ausgangspunkte für den Bodensee-Radweg in der Schweiz

Für die Schweizer Seite ist die gesamte westliche Seite des Bodensees zu betrachten, die von Stein am Rhein, ganz im nordwestlichen Zipfel, bis im südlichen Bereich etwas weiter als Rorschach reicht. 

Auch hier ist die obige Betrachtung anzuwenden. Je weiter man sich allerdings auf dem Bodensee-Radweg zum Ausgangspunkt nach Kreuzlingen bewegt, bietet sich eine gänzlich andere Situation: ab hier kristallisieren sich die drei bekannten Bodenseeumrunden heraus, die sich in die Umfahrung des Untersees, Überlinger See und Obersee sehr schön unterteilen lassen. Es sind jeweils Strecken von circa 70-80 Kilometer, 50-60 Kilometer und 120-130 Kilometer zu fahren, wobei für den Überlinger See und den Obersee die Autofähre von Konstanz nach Meersburg zu nehmen ist. 

Fazit: ab Kreuzlingen bietet sich die sternförmige Bodensee-Umrundung gut an, es ist als EU-Bürger jedoch daran zu denken, dass die preislichen Verhältnisse in der Schweiz in der Oberliga spielen und entsprechen teuer die Unterkünfte und Verpflegung ist.

 

Ausgangspunkte für den Bodensee-Radweg in Deutschland

Hier ist es ähnlich der Schweiz zu sehen: Konstanz bildet den idealen Ort, um in Tagesetappen zu fahren. Wer die 120-130 Kilometer um den Obersee nicht schafft, kann, beziehungsweise muss natürlich einen Zwischenstopp auf der Strecke einlegen. Natürlich kann auch ab Meersburg begonnen werden, dann sind jedoch drei anstelle von zwei Fahrten mit der Autofähre vorzusehen. 

 

Etappenweise Umfahrung des Bodensees

Für eine etappenweise Umfahrung des Bodensees gibt es ein paar Aspekte, die für den Geldbeutel vorteilhaft sein können, denn es gibt die Möglichkeit, dass man einen Aufenthalt in der Schweiz bei der etappenweise Umrundung des Bodensees vermeiden kann.

 

Durch die Schweiz 

Das ist möglich, wenn man den Start einer Tagesetappe in Österreich oder Deutschland beginnt und dann komplett an einem Tag die Strecke durch die Schweiz fährt, dabei sind rund 70 Kilometer Fahrtstrecke zu bewältigen.

 

Durch die Schweiz auf dem Bodensee-Radweg

durchgehende oder geteilte Durchfahrung der Schweiz (Ref. 1)

 

Oder die Strecke wird gesplittet und ab der Österreichischen Grenze fährt man zuerst bis Konstanz die ersten 40 Kilometer, übernachtet in Konstanz und fährt am Folgetag dann bis Stein am Rhein, genauer gesagt, bis Öhningen weiter. Von Konstanz bis Öhningen sind es die Differenz der Gesamtstrecke minus der bereits gefahrenen Kilometer, also noch gute 30 Kilometer. Natürlich muss nicht bis Öhningen gefahren werden, das ist nur der erste Ort hinter der Schweizer Grenze.

Ob sich dieser Aufwand lohnt, hängt natürlich auch davon ab, welche Hotels man im voraus gebucht hat oder auch nicht. Eine Übernachtung in einer kleinen Ortschaft in der Schweiz kann letztendlich günstiger werden, als eine verzeifelte Hotelsuche ad hoc in Konstanz und einer Übernachtung in eines der lokalen Premium Hotels. Die Rechnung sollte besser bereits vor Reiseantritt geprüft werden.

 

Andere geplante Ausgangspunkte

Grundsätzlich ist es nicht wichtig, an welchem Ausgangspunkt man letztendlich anfängt und wieder ankommt. Zur Bestimmung des Startes liegen eigentlich immer folgende Überlegungen zur Entscheidung vor:

 

  • Aus welcher Richtung komme ich bei der Anreise an? Es macht wenig Sinn, zuerst den halben Bodensee mit dem Auto oder Zug zu umreisen, um irgendwo zu beginnen. Es sei denn, man besucht Bekannte, bei denen man zum Beispiel das Auto parkt und anschließend zu Besuch bleibt.
  • Das "Schweiz-Thema" berücksichtigen: je nachdem wo ich starte und bei Wunsch auf Durchfahren der Schweiz ohne Übernachtung die Etappenlänge passen. Es macht wenig Sinn, in Lindau zu starten und bis Konstanz durch zu fahren, wenn das körperlich nicht zu schaffen ist.
  • Urlaub nach dem Urlaub: werden nach der Bodensee-Radweg Tour noch ein paar Tage Urlaub angehängt, dann sollte man sich auch einen schönen Startpunkt aussuchen. Das ist relativ einfach, da es sehr viele und sehr schöne Ausgangsorte am Bodensee gibt.

 

 

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