Was ist beim Ausleihen eines Leihrades zu beachten?

Es gibt viele Gründe ein Fahrrad zu mieten

Warum sollte man sich im Urlaub vor Ort ein Fahrrad mieten? Wer mit der Bahn verreist, möchte sich meist nicht auf die handwerkliche Herausforderung des Ein- und Ausladens seines Rades bei mehrfachen Umsteigeaktionen einlassen. Da ist ein Leihrad vor Ort unkomplizierter und komfortabler.

Oder es gibt schlichtweg auf oder hinter dem Auto keinen Platz mehr, um nebst Kind und Kegel noch den eigenen Fuhrpark zu transportieren. Vielleicht möchte man aber auch nur für eins, zwei Tage ein Fahrrad nutzen, dafür aber den heimischen Rennstall mit auf Reisen nehmen?

Wer sich als Ziel gesetzt hat, seinen Fahrradurlaub zum Beispiel mit der Umrundung des Bodensees auf demBodensee-Radweg oder lokalen Radtouren in der Umgebung zu gestalten, kann an vielen Orten und Städten ein Leihfahrrad mieten.

Wer allerdings eine Alpenüberquerung über mehrere Tage vom Bodensee aus starten möchte, wird in der Regel eher sein vertrautes Mountainbike vorziehen: Schalten, Bremsen, Sitzposition, das ist bei einem Alpencross schon anspruchsvoller zu bedienen und sollte vertraut sein. Schließlich ist eine Alpenüberquerung auch deutlich anspruchsvoller als am flachen Bodenseeufer dahin zu gleiten.  

"Rocco der Fahrradladen" in Konstanz gibt im obigen Videobeitrag einen Überblick auf die häufigsten Fragen zum Thema Leihräder am Bodensee. In Konstanz, wie an vielen allen Orten und Städten am Bodensee gibt es etliche Möglichkeiten, Leihräder tageweise und auch für längere Zeiträume auszuleihen.

 

Wo kann ich  ein Leihfahrrad herbekommen?

In der Regel ist es das nächste Fahrradgeschäft, das in Reichweite liegt. Aber unabhängig davon, ob es ein großer oder kleiner Fahrradverleih-Anbieter, ein richtiges Fahrradgeschäft oder auch eine geförderte Einrichtung ist: einige Punkte sollte man bei der Auswahl des Mietrades und des Anbieters beachten. Im folgenden gehen wir auf die wichtigsten Punkte ein.

 

Richtige Rahmenhöhe für Bodenseeumrundung

Die Rahmenhöhe muss passen

 

Was immer zählt - der Preis

Die erste Frage: was kostet das Ausleihen eines Fahrrades? In der Regel bewegen sich Preise für Fahrräder (ausgenommen E-Bikes) in der Regel zwischen 10 - 15 Euro pro Tag.

Der Preis hängt aber auch davon ab, ob man als Einzelperson oder als Gruppe mieten möchte und ob die Ausleihe nur für einen Tag oder einen längeren Zeitraum sein soll. Es lohnt es meist, vorab nach Staffelpreisen zu fragen.

 

Zubehör für Leifahrräder

Auch Zubehör am Leihrad ist wichtig

 

Vorzeitige Rückgabe des Leihrades

Es kann immer unterwegs im Urlaub etwas passieren, so dass ein Leihrad vorzeitig zurück gegeben werden muss: ein Unfall, Krankheit, Support-Bereitschaft im Job, die Liste kann beliebig fortgeführt werden.

Es wird daher empfohlen, vor der Ausleihe nach vorzeitiger Rückgabe des Fahrrades im Notfall zu fragen.

 

Reservierung eines Mietrades

Wer sich darauf verlässt, bei Reiseankunft im Urlaubsort beim nächsten Fahrradgeschäft sein Traumrad ausleihen zu können, wird vielleicht nicht nur auf sein Traumrad verzichten müssen, sondern gar kein Fahrrad zum Ausleihen bekommen, weil in der Hochsaison bereits alle Räder unterwegs sind. Dumm, wenn der nächste Radverleih weit entfernt oder erst einmal ein solcher ausfindig gemacht werden muss.

Daher: am besten schon einige Monate vor dem geplanten Urlaub vor Ort per E-Mail oder telefonisch erkundigen, ob und welche Räder in dem gewünschten Zeitraum verfügbar sind. Und damit das Leihrad auch von der Größe her passt: gleich die Körpergröße mit angeben, dann kann das passende Rad schon mal reserviert werden. 

 

Zubehör am Leihrad

Wer eine kleine Shoppingtour mit seinem Leihrad unternehmen möchte, benötigt etwas Infrastruktur am Rad. Es klingt banal, aber es ist nicht unbedingt ein Gepäckkorb zum Transport kleiner Waren vorgesehen. Auch hier empfiehlt es sich vor der Reservierung zu fragen, sofern man nicht zu der Gattung der Rucksackträger gehört.

Nebst einem Korb ist auch ein Fahrradschloss eines der wichtigsten Zubehör-Utensilien. Sofern nicht am Fahrrad selber vorhanden, ist ein langes Spiralschloss ideal, um die Fahrradhelme gleich mit abzuschließen, wenn ein Spaziergang durch die Stadt oder anderswo anstehen sollte. So spart man sich die lästige Mitnahme der Helme.

 

Was kann man gegen einen Plattfuß tun?

Nichts. Wenn sich ein Dorn oder Nagel erst einmal durch den Mantel in den Schlauch gebohrt hat, ist flicken angesagt. Darum sollte auf jeder Radtour, vor allem wenn es sich um eine Mehrtagestour wie den Bodensee-Radweg oder Donau-Radweg handelt, ein Päckchen Flickzeug dabei sein.

Die moderne Variante ist ein selbstklebendes Pflaster, dass nicht mehr den separaten Kleber in der Alutube benötigt, sondern direkt nach dem Aufrauen aufgeklebt werden kann.

 

Bodensee-Radweg Leihräder im Test

Pannensichere Reifen geben mehr Sicherheit

 

Aber was einen Plattfuß auf jeden Fall vorbeugt, ist eine gute Qualität der Fahrradreifen. Wenn sich die Gummierung des Reifens bereits stückchenweise ablöst, hat man auf einer Radtour gute Chancen auf eine Reifenpanne. Wer will, kann das vermeiden: mittlerweile gibt es von den namhaften Herstellern Reifen, die eine besondere Verstärkung und Robustheit besitzen und somit Pannen sicherer sind. 

Tipp: Vor der Reservierung nach Beschaffenheit der Reifen des Leihrades fragen ("Haben Ihre Leihräder pannensichere bzw. "unplattbare" Reifen?").

 

Allgemeine Tipps für das Leihrad

Ein guter Fahrradverleih fragt nach dem Verwendungszweck des Leihrades bzw. wofür das Rad genutzt werden soll. Sind nur kurze Ausflüge in Stadtnähe geplant, muss es nicht das vollausgestattete Tourenrad sein. Eine einfache Schaltung ist hier vielleicht sogar für den weniger geübten Radfahrer von Vorteil.

Wer aber größere Entfernungen zurück legen möchte und wechselnd zwischen Schotter, Asphalt und Waldwegen unterwegs ist, sollte bereits bei der Bereifung auf robuste Ausstattung achten. Auch ist gerade bei hügeliger Landschaft ein größerer Schaltbereich zu empfehlen, gerade wenn auch noch Gepäck an Bord ist.

Auch hier gilt: einfach den Verwendungszweck des Rades vorab ankündigen und sich, wenn möglich, für die beste Wahl des Leihrades beraten lassen. Wie bereits vorher schon gesagt, elementar ist die richtige Rahmenhöhe des Rades, um ein optimales Fahren überhaupt zu ermöglichen. Ist der Rahmen und Sattelhöhe zu niedrig, können sich beispielsweise unter Belastung Knieprobleme melden. 

Alle hier beschriebenen Hinweise sind im Videobeitrag zu finden. Herzlichen Dank für das Interview und die fachliche Beratung sei an dieser Stelle dem Fahrradgeschäft "Rocco der Fahrradladen" in Konstanz gesagt.

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