Bodensee-Radweg Übersicht

Der Bodenseeradweg bei Konstanz

Blick auf den Bodensee bei Konstanz

 

Auf dem Bodensee-Radweg unterwegs

Eine Radwanderung auf dem Radweg um den Bodensee einmal zu planen und durchzuführen ist ein Erlebnis: wer gerne Fahrrad fährt, hat vielleicht schon einmal daran gedacht, mit dem Rad eine Rundreise um den See zu unternehmen. Dafür gibt es den sogenannten Bodenseeradweg, der sich auf einer Strecke von rund 260 Kilometer Länge erstreckt und dabei durch die drei Länder Deutschland, Österreich und Schweiz führt.

Eine Radstrecke mit einer dreistelligen Kilometerzahl als Streckenlänge lässt schon erahnen, dass es einiges auf dem Weg zu Erleben gibt, aber auch einige Dinge als gut zu wissen gilt, insbesondere was die logistische Planung betrifft. Was es zu beachten gibt, wird im folgenden oder in den einzelnen Unterthemen, zu denen eine Referenz weiterleitet, beschrieben.  

 

Übersicht zum Radwanderweg um den Bodensee

Der gesamte Radweg hat eine ungefähre Länge, wie oben bereits gesagt, von rund 260 Kilometer Länge. Die Streckendistanz hängt natürlich davon ab, wo man die gesamte Strecke um den See herum fährt, denn es gibt einige Möglichkeiten vom beschilderten Weg abzuweichen und eigene Streckenkreationen einzubauen. Das Radwegenetz in der gesamten Region um das Schwäbische Meer, wie der Bodensee auch gerne alternativ genannt wird, ist dafür bestens ausgebaut.

 

Alternative Radweg-Strecken

Wer zur Abwechslung gerne auch auf waldreichen Strecken fährt und mit dem Mountainbike unterwegs ist, kann beispielsweise auf der Fahrt um den Überlinger See einen Abstecher quer über den Bodanrück ab Wallhausen bis zum Dettelbach anstelle des offiziellen Radweges von Konstanz aus über Wallhausen, Dettingen und Liggeringen fahren.

Eine weitere Alternative Fahrradstrecke bietet sich zum Beispiel auf der Schweizer Seite, wo der Obersee am Kanton Thurgau und Kanton Sankt Gallen entlang führt, auf den inländisch verlaufenden Fahrradrouten des Konzil-Radweges kombiniert mit der Seerücken-Route. Dort ist es vor allem ruhig und landschaftlich sehr reizvoll, wenn auch rund 1-2 Kilometer fern vom Bodenseeufer und dem offiziellen Bodenseeradweg. Alternative Radrouten zur Umrundung werden in einer eigenen Rubrik detaillierter behandelt.

Wählt man Alternativstrecken wie über den Bodanrück oder dem Schweizer Seerücken ist das natürlich eine andere Liga vom konditionellem Anspruch her, denn es sind einige Höhenmeter zu überwinden und die sichere Beherrschung auf dem Rad ist hier stärker gefordert, insbesondere dann, wenn man sich die Ab- und Auffahrten zutraut, wie es beim Echotal bei Bodman der Fall ist.

Generell ist der Radweg um den See unkompliziert und gefahrlos zu fahren, sofern man als Fahrradfahrer die, eigentlich selbst sprechende, für den Straßenverkehr erforderlichen Voraussetzungen mitbringt. Dazu gehören eine gesunde körperliche Verfassung und ein verkehrssicheres Fahrrad mit vor allem gut funktionierender Bremsausstattung.

 

auf dem Bodensee-Radweg um den See

Umrundung des Bodensees (blaue Linie) mit dem Fahrrad

 

Grundsätzlich ist der Bodensee-Radweg sehr flach vom Streckenverlauf her, da ein Großteil der Strecke direkt oder in Nähe des Wassers entlang führt. Wer den Obersee umfährt, wird keinen Rekord an Höhenmetern nach den gut 130 Kilometern Strecke in den Beinen haben. Auch am Untersee und bei der Umfahrung des Überlinger Sees werden keine gigantischen Höhenmeter auf dem Fahrrad geleistet.

Ein Blick in die Beschreibung, mit welchen Steigungen wo auf der gesamten Strecke zu rechnen ist, gibt der Artikel über das Höhenprofil des Bodensee-Radweges eine detaillierte Aussage.

 

Abkürzungen mit der Fähre und Bahn

Das Herumfahren um den See klingt zunächst einmal selbstverständlich, aber es gibt an vielen Stellen die Möglichkeit, die Umrundung unter Zuhilfenahme einer Fähre oder eines Bootes abzukürzen. Wer also "Mogeln" möchte, kann sich zum Beispiel die Umrundung des Überlinger Sees auf dem Bodensee-Radweg sparen und nimmt die Fähre von Konstanz nach Meersburg.

Andere Möglichkeiten mit einer Fähre das Fahrrad mit zu nehmen gibt es zum Beispiel auch ab Wallhausen nach Überlingen, sowie verschiedene Abfahrtsmöglichkeiten ab Romanshorn, Rorschach, Bregenz, Lindau und einer Reihe anderer Städte. Ab Friedrichshafen erreicht man in gut 45 Minuten mit dem Katamaran die Stadt Konstanz, auch hier kann das Fahrrad mit genommen werden. Je nach Saison und Sonderpreisaktionen bezahlt man für die einfache Überfahrt mit dem Katamaran ca. 10-12 Euro und für das Rad noch zusätzliche ca. 5 Euro. Selbst in kleineren und unscheinbar wirkenden Ortschaften wie Dingelsdorf, grob zwischen der Insel Mainau und Wallhausen gelegen, fährt in der Sommersaison auch eine Fähre zu verschiedenen Ausflugszielen, wie die genannte Insel, aber auch nach Unteruhldingen. 

Eine Übersicht der Fähren-Fahrpläne gibt es hier. Immerhin gut 60 Kilometer Strecke kann man zum Beispiel von der Bodenseeumrundung abkürzen, wenn man den Preis für das Fahrrad und Person für die 15-minütige Überfahrt KN- Meersburg in Kauf nimmt und die Umrundung des Überlinger Sees auslässt und nur den Obersee und Untersee umfahren möchte. Aktuelle Preise der Autofähre Konstanz - Meersburg hier suchen

Nebst der Fähre gibt es auch eine gute Infrastruktur mit der Bahn. Bedingt durch die Dreiländer-Position, wird mit den jeweiligen Landesbahnen wie ÖBB, SBB und Deutsche Bahn gefahren, wobei der von Konstanz aus verkehrende Regionalzug "Seehaas" fährt unter Schweizer Flagge. Die Zug-Infrastruktur ist gut ausgebaut und so kann fast jederzeit vom Radweg auf eine Zugverbindung und Mitnahme des Fahrrades umgesattelt werden. 

 

Bodenbeschaffenheit

Über die Jahre wurde und wird der Bodensee-Radweg immer besser ausgebaut. Qualitativ ist die gesamte Strecke einwandfrei und es gibt ausreichend Platz für jedermann auf den geschotterten und asphaltierten Wegen. Natürlich kann es im Sommer stellenweise sehr eng werden und in einigen Bereichen kann es sogar zu "Staubildungen" kommen, wenn größere Radgruppen unterwegs sind und der Weg selber zum Anhalten und Orientierungssuche genutzt wird.

Der überwiegende Teil des Radweges ist gut asphaltiert und verläuft häufig am Wasser entlang. Gerade bei Meersburg oder bei Bregenz und der Schweizer Uferseite ist der See nur einen Steinwurf entfernt und so sieht man öfter Radler, die die Gelegenheit nutzen, um ein kühles Bad zwischen durch zu nutzen oder einfach die Füße im Wasser baumeln lassen.

Einige Fahrabschnitte auf dem Bodenseeweg haben einen Untergrund aus Schotter und sind daher weniger für z.B. Rennräder geeignet. Dazu gehört vor allem das Gebiet im Naturschutzgebiet des Rheindelta. Im Rheindelta ist vor allem der Rohrspitz, eine spitznasige, vorstehende Landzunge westlich der Rheinmündung, als Begriff für Baden und Vogelfreunden ein Begriff.

Wer vermutet, dass ein Radweg um einen See nur im Flachen verläuft, der wird auf einigen Streckenabschnitten allerdings eines anderen belehrt. Es gibt einige Streckenabschnitte auf dem Bodensee-Radweg, die etwas hügeliger Natur sind und wo beim Vorwärtskommen je nach Trainingszustand etwas mehr Zeit für Pausen eingeplant werden sollte. Die hügeligsten Abschnitte sind auf jeden Fall die Streckenabschnitte

 

  • in Österreich: alles bleibt schön flach!

 

Sehenswürdigkeiten

Auf dem Bodensee-Radweg fährt man auf einer Strecke, die weit über 250 Kilometer umfasst. Daher liegt es natürlich nahe sich zu fragen, was es auf diesem Weg denn an Sehenswürdigkeiten an zu schauen gibt. Die Antwort darauf lässt sich nicht in einem knappen Satz beantworten, denn schon allein die geschichtliche Vielfältigkeit der historischen Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel das Pfahlbautenmuseum in Unteruhldungen, bieten ein reichhaltiges Potenzial. Es würde hier den Rahmen sprengen, alle möglichen Sehenswürdigkeiten landschaftlicher, kultureller und natürlich auch touristischer Attraktionen zu beschreiben, sprengt den Rahmen. Sehenswürdigkeiten werden separat nach Reiseabschnitten beschrieben.

die größten Städte am Bodensee

 

Der Bodensee mit bedeutenden Orten und Städten

 

Beschilderung des Radweges in Deutschland, Österreich und Schweiz

Der Bodensee-Radweg führt durch drei Länder und die Abstimmung über eine einheitliche Ausschilderung auf der gesamten Wegstrecke kann man nicht unbedingt als gelungen bezeichnen. Jedes Land kocht hier seine eigene Suppe und daher ist die Ausschilderung in verschiedenster Farb- und Formgestaltung vorhanden, je nach Gusto des Schilder-Designers.

Während in Deutschland die Ausschilderung streckenweise einen seltsamen Beschriftungsstil der Form "www.tourismus-bw.de" trägt, dazu mit einem, warum auch immer, mit Pfeil versehendem Hinterrad. Soll das die Laufrichtung des Hinterrades angeben oder eine Vorgabe, wie der See symbolisch zu umrunden ist? Eine weitere Variante (wenn ich sie vor die Kameralinse bekomme) ist dasselbe Rad, jedoch in gespiegelter Form, mit der Überschrift "Bodensee-Radweg". Das ist schon eindeutiger zu interpretieren.

Zur Vervollständigung die Bedeutung des Symbols "D-Route 8": dies ist eine zusätzliche Information, die den sogenannten Rheinradweg ausschildert. Der Rheinradweg ist ein Fernradweg, der von der Quelle des Rheins bis nach Holland fließt, wo er in die Nordsee bei Rotterdam mündet. 

Die Schweizer Variante ist ein Schild in den Farben weiß-rot, weißes Fahrrad mit weißer Beschriftung auf einem roten Hintergrund versehen. Optisch sind die Schilder bestens zu erkennen (vor allem in Städten, wenn Wegeschilder vor hell gestrichenen Gebäuden stehen) und landesweit einheitlich. Der Bodenseeradweg trägt hier den Namen "Rhein-Route" mit der Nummer 2 auf blauem Hintergrund, die Nummer 2 mit gelbem Hintergrund ist die Mountainbikeroute "Panorama Bike" von Rorschach nach Montreux). Häufig ist mittlerweile auch das Fahrrad mit dem blauen Hinterrad auf den Schweizer Schildern zu sehen.

 

Beschilderung auf dem Radweg um den Bodensee

Ausschilderung links in Deutschland, rechts in der Schweiz

 

Es ist aber auf jeden Fall positiv zu erwähnen, dass die gesamte Strecke immerhin gut beschildert ist und ein Verlieren der Orientierung recht selten vorkommen mag. Ich habe in meinen Tourenbeschreibungen damit angefangen, kritische Stellen, an denen man die Richtung verlieren kann, durch kleine Icons in der Radroute darzustellen. Generell gibt es zu Ausschilderungen am Bodensee eine nette Webseite des ADFC.

 

 

In Tagestouren um den Bodensee

Wer in seiner Freizeit an Veranstaltungen wie Triathlon oder Race Across America teil nimmt, kann den Bodensee sicherlich auch an einem Tag umrunden. Für die rund 250 Kilometer werden von einem Profi 10-15 Stunden Fahrzeit eingerechnet, je nach Stau auf den Radwegen oder geschlossenen Zugschranken, Ampelanlagen und was es sonst noch an blockierenden Elementen auf einer Wegstrecke existieren.

 

in drei Abschnitten um den Bodensee

Beispiel Bodensee-Umfahrung in drei Etappen

 

Für den Freizeit- und Urlaubsradler gestaltet sich eine Seeumrundung auf dem Bodensee-Radweg eher gemütlicher und in einzelne Fahrabschnitte unterteilt. Natürlich sind auch längere Abschnitte kombinierbar und die Varianten, die sich gestalten lassen, sind unzählig. Es sind nicht nur die Längen der einzelnen Fahreinheiten, vielmehr spielen auch Aspekte mit hinein, ob man alleine, mit Familie oder in einer Gruppe die Radwandertour unternehmen möchte. Detaillierte Grundüberlegungen zur Aufteilung der Bodenseeumfahrung finden sich im Beitrag zu den einzelnen Etappen der Seeumfahrung.

 

Tägliche Etappenlängen

Wie mehrfach bereits gesagt, ist die gesamte Fahrradstrecke um den Bodensee herum ca. 260 Kilometer lang. 

Sofern die Fahrt auf dem Bodensee-Radweg mit einem Kinderanhänger und weiterem Gepäck geplant ist, sind je nach Fitness und Lust Tagesstrecken zwischen 30 bis 60 Kilometer ideal. Die Kleinen möchten ja nicht nur die ganze Zeit eng im Anhänger sitzen und nur durch die Plane nach draußen schauen. Gerade im Sommer macht der See ja Lust auf ein kühles Badeerlebnis, so dass ausreichend Zeit sowohl für Badefreuden als auch Pausenzeiten eingeplant werden sollten. 

Wer sportlich aktiv ist, der kann die Umrundung auf dem Radweg zum Beispiel in zwei oder drei Etappen vornehmen. Das sind dann ca. 60 Km + 70 Km + 130 Km (alles gerundete Werte). Die ganz Harten nehmen den ganzen See in einem Stück in Angriff, eine beliebte "Anpassung" der Strecke ist dabei die geradlinige Verbindung von Radolfzell nach Ludwigshafen zu nehmen, dann spart man sich das Ausbuchten der Strecke ab Radolfzell über Allensbach, Konstanz, Wallhausen oder Dettingen und Zusammentreffen bei Bodman-Ludwigshafen.

Wenn das Vorhaben einer Seeumfahrung mit dem Besuch guter SPA-Hotels, Sehenswürdigkeiten, Entspannung und viel Zeit verbunden sein soll, dann sind auch 20 - 40 Kilometer täglich eine Option. Der Schwerpunkt liegt dann weniger auf dem Umrunden des Schwäbischen Meer in einer guten Zeit mit wenig Tagen Aufwand, sondern im Genießen der Umgebung und Freizeitangebote. Siehe auch dazu den Beitrag über die Etappen auf dem Bodensee-Radweg.

 

 

Fitness für die Bodenseeumfahrung

Grundsätzlich lautet die Antwort, wie für die meisten Fragen, immer gleich: das hängt davon ab. Wo von die erforderliche körperliche Fitness abhängt, sind vor allem folgende Parameter:

 

  • Welche Streckenlänge soll täglich gefahren werden?
  • Wie sind die Wetterbedingungen?
  • Welche Streckenvariante soll gewählt werden?
  • Mit welchem Rad soll gefahren werden?

 

ein Mountainbiker macht Pause am Bodensee

Pause muss sein

 

Das sind eine Reihe von Fragen, die man sich vor dem Radeln auf dem Bodensee-Radweg stellen sollte. In der Regel ist keine besondere Fitness für die Umrundung des Bodensees erforderlich, wenn man keine gravierenden körperlichen Einschränkungen hat. Vielmehr wird in der Hochsaison eher eine nervliche Fitness in der Ausübung von Geduld gefordert, wenn der Radweg von Myriaden an Radfahrern und Spaziergängern belegt ist.

Die hohe Konzentration an Verpflegungsmöglichkeiten durch Restaurants, Schnellimbisse, sowie Supermärkte und Bäckereien lassen den Radweg-Reisenden sicherlich nicht unterwegs verhungern, auch wenn gerade der "Hungerast" die Hauptfalle für ein Schwächeln beim Radeln schlechthin ist. Viel gearbeitet, wenig körperliche Bewegung und am besten vor der Bodensee-Radtour nur wenige Male auf dem Rad gesessen: das sind die idealen Bedingungen, um einen echten Leistungseinbruch auf der Umfahrung zu bekommen. Sobald aber eine Pause eingelegt und die Energievorräte mit einer radfahrfreundlichen Nahrung wieder aufgefüllt sind, ist das Schwächeln schnell wieder vorbei.

Das Einfachste ist natürlich vor einer Radtour auf dem Radwegenetz des Sees ein Selbsttest, wieviele Kilometer man am Stück absolvieren kann, ohne sich dabei unwohl zu fühlen.

 

Wie sind die Wetterbedingungen?

Das Bodenseegebiet ist nicht unbedingt als Regengebiet bekannt und die Winter sind meist milder als im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland. Daher ist in der Regel nicht mit Extremtemperaturen bei einer Fahrradtour um den See zu rechnen, was aber nicht heißt, dass es im Sommer auch weit über 30 Grad warm sein kann.

 

wetter

es ist mit Bewölkung zu rechnen

 

Das klassische Problem zum Thema Wetter und Fahrrad fahren ist ja eigentlich der Druck, dass die eh schon begrenzte Urlaubswoche Tag für Tag mit mehrstündiger Fahrzeit auf dem Rad verbracht werden muss. Hat man eine Fahrradtour auf dem Bodensee-Radweg z.B. bei einem Reiseunternehmen fest gebucht, dann ist man förmlich zum Antreten gezwungen, egal wie die Wetterverhältnisse sind. Ähnlich ist der Fall, wenn die Bodensee-Runde selber geplant, aber die Unterkünfte bereits im voraus (was in den Sommerferien auch dringend notwendig ist) gebucht hat. Entweder muss man die Kröte schlucken und ggf. Stornogebühren bezahlen oder die Radtour wird durchgezogen.

Ist man von solchen Situationen befreit, kann man bei erwarteter Tageshitze natürlich schon früh morgens starten und dann am späten Mittag den Tagestrip beenden. Bei Regen lässt sich ein Tag auch mal verschieben. 

 

Welche Streckenvariante soll gewählt werden?

Die Möglichkeiten, wie man um das große Gewässer fahren kann, wurde schon genannt: von einem zentralen Punkt aus oder in einer großen Runde um den See mit Aufenthaltsstationen. Der Bodensee-Radweg bietet da eine große Flexibilität, weil es an vielen Stellen des Sees die Möglichkeit gibt, kreuz und quer bequem mit einer Fähre die Strecke abzukürzen.

Als Familie mit Gepäck und Anhänger macht es wahrscheinlich wenig Sinn, den Obersee mit rund 130 Kilometer Umfang in z.B. Konstanz zu starten und am Abend dort wieder anzukommen. Auch beim Untersee und Überlingersee wird es schon schwierig, da Steigungen zu überbrücken sind. Wer fit ist, kann das natürlich schaffen. Wer jedoch nur mit dem Fahrrad ein paar Kilometer täglich zur Arbeit fährt und sonst nicht, wird schwer zu arbeiten haben. Hier macht es eher Sinn, die Bodenseeumfahrung in Abschnitte aufzuteilen und sich an den Zielpunkten einer jeden Tagestour eine Unterkunft zu besorgen bzw. vorher zu buchen.

Als geübter Radfahrer kann man die drei Seenabschnitte in drei Tagen gut fahren, wobei der Obersee schon einen vollen Tag von morgens früh bis frühen Abend in Anspruch nimmt.

 

Mit welchem Fahrrad soll gefahren werden?

Am besten ein Rad, das man selber kennt, beherrscht und einschätzen kann. Vor allem ist es gut, wenn man schon weiß, wie viele Kilometer am Tag damit machbar sind zu fahren. So wird das geringste Risiko eingegangen, dass man auf dem Radweg unterwegs verhungert und keine Puste mehr hat. Die Bodenseeumrundung ist prinzipiell mit jedem Fahrrad machbar, am meisten macht es natürlich Spaß mit einem leichten und technisch gut ausgestattetem Fahrrad. Ob E-Bike oder Montainbike, das ist auch eine Geschmacksfrage und was jeder Einzelne selber gewohnt ist.

Für die Oberseerunde ist jedoch für die Fahrt auf dem offiziellen Seeradweg ein Rennrad weniger geeignet, da der Weg stellenweise aus kleinen Schottersteinen besteht. Wenn man die Runde trotzdem fahren möchte, sollte vor allem im Rheindelta und bei Rorschach die Wegführung über die Hauptstraßen geplant werden. So umgeht man die Schotterwege.

 

Der Radweg um die Hauptseen

Um ein Gefühl für das Abenteuer Gewässerumrundung zu bekommen, wird im folgenden eine Übersicht des gesamten Fernwanderradweges um die drei Teilseen des Bodensees gegeben. Die Kurzbeschreibungen dienen einer groben Einordnung, was bei einer Umfahrung an Aktivitäten und Entfernungen zusammen kommen. Die Details zu jeder Umfahrung des jeweiligen Teilsees können über den eingefügten Link zu jedem See gelesen werden.

Weitere Infos über den Radweg um den See siehe auch Informationen bei Wikipedia:

 

Der Radweg um den Überlinger See

Die Rundtour auf dem Radwanderweg um den Überlinger See ist eine der drei kleineren Etappen am Bodensee. Insgesamt ist die Fahrt rund 60 Kilometer lang, was gut an einem Tag zu schaffen ist.

Bodensee-Radweg um den Überlinger SeeUmfahrung des Überlinger See

 

Die hier beschriebene Alternativ-Tour führt zu 60%-70% auf dem Bodenseeradweg auf der Überlinger Seite, der Rest verläuft ab Bodman über das waldreiche Gebiet des Bodanrücks zurück nach Konstanz. Alternativ kann die Strecke auch ab Bodman über den sogenannten Dettelbach mit den dahinter liegenden Ortschaften Liggeringen und Dettingen gewählt werden. Diese Streckenwahl ist durchgehend asphaltiert und etwas länger, da sie einen größeren Bogen vom Seeufer entfernt beschreibt.

 

Der Radweg um den Untersee

Die Strecke mit dem Fahrrad oder MTB auf dem Bodensee-Radweg um den Untersee ist nur einige Kilometer länger als um den Überlinger See.

Bodensee-Radweg um den UnterseeUmfahrung des Untersee

 

Ist die Radtour um den Überlinger See nur durch die Fahrt über den Bodanrück mit Steigungen versehen, so gibt es auf der Strecke in der Schweiz ab Steckborn bis Eschenz gelegentlich hügelige Abschnitte. Wer den landschaftlich reizvollen Abstecher ab Öhningen über den Schiener Berg wählt, wie in der im Link oben beschriebenen Tour, kommt der Herausforderung des Bodanrücks von den Steigungen sehr nahe.

Aber auch der Weg ab Öhningen bis Radolfzell am Bodensee entlang ist immer wieder mit welligen Streckenabschnitten versehen. Ab Bankholzen geht es dann über Radolfzell und Allensbach durchgehend flach verlaufend zurück nach Konstanz.

 

Der Radweg um den Obersee

Als Königsetappe der Seeumrundung auf dem offiziellen Radweg um den Obersee mit dem Mountainbike oder einem Tourenrad ist dies die längste, aber auch erlebnisreichste Etappe. Startet und endet die Tour beispielsweise in Konstanz, so zählt die gesamte Strecke rund 130 Kilometer und es werden die drei Länder Deutschland, Österreich und die Schweiz durchfahren.

Bodensee-Radweg um den OberseeUmfahrung des Obersee

 

Auf dieser Tour erlebt man nicht nur eine Vielzahl von Orten und Städten, die direkt am Bodensee liegen und über sehr schöne Uferbereiche verfügen, man kommt auf dieser Radfahrstrecke auch den Alpen sehr nahe. Gerade bei Bregenz und im Bereich der Rheinmündung scheinen die Berge zum Greifen nah, sehr gut ist auch das Toggenburger Land mit seinen welligen Landschaften zu erkennen.

Im Sommer ist dieser Teil des Bodenseeradweges am meisten befahren, was auch daran liegen mag, dass die Uferbereiche von Meersburg bis Bregenz sehr schön gestaltet und viele Freizeitangebote zu finden sind. Auch auf Schweizer Seite sind zwischen Rorschach und Kreuzlingen immer wieder tolle Abschnitte zu finden, mit am bekanntesten vielleicht das landschaftlich fast einsame Rheindelta. 

 

Weitere Radtouren mit dem Fahrrad 

Neben den drei klassischen Radtouren, die den See umrunden, sind unzählige weitere interessante Radwanerungen auf oder abseits des gut ausgebauten Radwanderweges möglich. Folgende Touren könnten für dich vielleicht auch interessant sein, auch wenn die ein oder andere Tour eher für Trekking- oder Mountainbikes geeignet ist:

 

 

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