Radtouren in der Schweiz

 

in der Schweizer Bergen (Säntis)

Mit dem Radel in den Schweizer Bergen

 

Radfahren und Mountainbiken in der Schweiz

Wer mit dem Fahrrad oder Mountainbike eine Reise in die Schweiz plant, hat sicherlich eine sehr gute Wahl getroffen. Natürlich wird eine Radtour in die Schweiz, sofern man aus einem Land der Europäischen Union kommt, eine andere Budgetplanung für Unterkunft und Verpflegung bedeuten.

Auf dem Rad spart man sich schon einmal Sprit- und Gebühren für die Schweizer Vignette und es gibt immer Möglichkeiten, sein Budget zu schonen. Letztendlich lässt das Erleben der großartigen Landschaft und vor allem die hervorragende Ausschilderung in der Schweiz die höheren Aufwände schnell wieder vergessen. 

 

Radfahren in der Schweiz ist unkompliziert, denn das Land hat die Infrastruktur für Radfahrer sehr gut ausgebaut und kontinuierlich wird sie auch gepflegt und erweitert. So wurde zum Beispiel in den letzten Jahren sehr viel für das Teilstück des in der Schweiz verlaufenden Bodensee-Radweg investiert, um Fahrradfahrer sicher und gut geführt auf ihrem Weg zu führen. Der Bodensee-Radweg gehört zu den am meisten befahrenen Radwegen im Bodenseegebiet.

 

Ausschilderung

MTB-Schilder Schweiz

Eine Vielzahl an Radrouten sind hervorragend ausgeschildert und es wird anhand einer Symbolik gezeigt, für wen welche Touren geeignet sind.

 

  • Für Mountainbiker gilt das obige Symbol im Bild mit der Nummer 2: mit Rucksack auf dem Rücken liftet ein motivierter Mountainbiker  sein MTB und zeigt ein Wheelie.
  • Für Tourenradler oder Radfahrer im Allgemeinen gibt es ein klassisches Fahrradsymbol.
  • Neben dem Radelsymbol ist häufig eine Nummer aufgeführt, diese kennzeichnet eine lokale, nationale oder regionale Radroute. Radrouten dieses Typs sind offiziell geplante Radwanderrouten in der Schweiz.

 

Auf unseren Radtouren in der Schweiz ist es nur ganz selten vorgekommen, dass wir einen signalisierten Weg verloren, bzw. die Fortführung nicht mehr gefunden haben. 

Auf jeden Fall lohnt es sich, aus der Vielzahl der vorhandenen und ausgeschilderte Radrouten schöne Strecken einfach auszuprobieren.

Wer beispielsweise im Sommer nicht auf dem Bodensee-Radweg bei dichtem Gedränge unterwegs sein möchte, kann alternativ zum Beispiel von Kreuzlingen über Altnau auf dem Konzil-Radweg Nummer 55 und dann auf der Seerücken-Route Nummer 82 bis nach Arbon auf ruhigen Streckenabschnitten fahren. So lassen sich beispielsweise viele der offiziellen Radwege in der Schweiz sehr schön miteinander zu neuen Radtouren verbinden.

 

eine Bodensee-Radweg Alternativroute

auf ruhigen Wegen parallel zum viel befahrenen Bodensee-Radweg

 

Die offiziellen Radrouten der Schweiz sind sehr gut gestaltet, es wird immer versucht, Radfahrer von der Straße bestmöglich in die Natur zu führen. Natürlich ist das nicht immer möglich, wenn das Durchfahren einer größeren Stadt erforderlich ist.

 

Radtouren und Kartenmaterial

Für Radfahrer und Mountainbiker in der Schweiz gibt es eine Unzahl an verfügbaren Radkarten und Tourenbeschreibungen, eine gute Adresse für eine digitale Übersicht aller offiziellen Radrouten ist sicherlich die Veloland-Website. Auf dieser Site gibt es einen sehr guten Überblick über alle, wie schon oben genannt, lokalen bis zu nationalen Fahrradrouten im Land. Das Kartenmaterial lässt sich auch im Internet bestellen, wir haben uns zum Beispiel die nationale Mountainbikeroute Nummer 2 in Papierform zukommen lassen. 

Klassischerweise kann man auch in einem lokalen Tourismusbüro eines Ortes lokale Radtouren auf Faltblättern erhalten. Je nach Ort und Büro sind jedoch Gebühren dafür zu bezahlen und ein Faltblatt kann dann auch schon mal 20 Franken kosten (wie uns das in Bad Ragaz geschah, als wir uns über den Heidiland-Bike-Trail erkundigt haben).

Ideal ausgestattet ist natürlich die- oder derjenige, wer sich gleich die Swiss-Topo-Karte in digitaler Form auf sein GPS-Gerät lädt. Die Karten sind nicht ganz preiswert, aber wer sein Abenteuer in verlassenen oder einsamen Regionen der Schweiz sucht, wird mit diesen Karten immer wissen, wo er sich befindet. 

 

Mountainbiken in der Schweiz

Schaut man sich auf einer Landkarte die geographische Formation der Schweiz an, dann ist klar, was einen erwartet: ein perfektes Land zum Mountainbiken und die erste digitale Adresse zu informieren, was es gibt, ist wieder bei SchweizMobil auf der Mountainbike-Website

 

MTB-Route 2 in der Schweiz

Mountainbike-freundliche Schweiz

 

Aber nicht nur dort, sondern eine Vielzahl an privaten Websites und GPS-Touren Websites bieten unzählige Mountainbike-Touren an, die man in seinem Leben nicht zusammen fahren kann. Mit etwas Phantasie kann man auf den Veloland- und Mountainbikeland-Websites seine Wunschtouren leicht zusammen stellen.

 

Gesperrte Radwege

Im Gegensatz zum Biken in Österreich, wo wir öfter vor plötzlich verschlossenen Gattern mit unseren Mountainbikes standen, weil uns das Biken über einen Privatweg verboten wurde, ist uns das in der Schweiz noch nie passiert. Sicher, dort wird es auch nicht zugängliche Abschnitte geben, aber unsere Erfahrung ist es, dass auf allen noch so abgelegenen Wegen lediglich Hinweisschilder zur Beachtung der Natur aufgestellt waren. 

Auf den offiziell ausgeschilderten Mountainbikewegen, aber auch den Radwegen, haben wir nicht ein einziges Mal ein Verbotsschild angetroffen.

 

 

Nationale Mountainbike-Routen Schweiz

Es gibt derzeit (2015) drei nationale Mountainbike-Routen in der Schweiz:

 

  • Route 1 "Alpine Bike" von Scuol nach Aigle: diese Tour ist für die sehr gut trainierten Mountainbiker, denn es geht quer durch die Schweiz und sammelt alles ein, was den Namen "Berg" trägt.
  • Route 2 "Panorama Bike" von Rorschach nach Montreux: Panorama ist ein netter Ausdruck für diese Tour, die zwar nicht mehr alle Berge einsammelt und an vielen, schönen Seen entlang führt, aber auch diese Tour ist nichts für Ungeübte. Wir haben diese Tour vor ein paar Jahren ausprobiert und sind sie auch zu einem großen Teil gefahren. Sie wird bei Wanderrad.de unter den Transalp- bzw. Alpencrosstouren irgendwann beschrieben. Eine tolle Tour.
  • Route 3 "Jura Bike" von Basel nach Nyon: diese Tour verläuft ganz im Westen der Schweiz und pendelt immer um den Bereich von 1000 Höhenmeter. Diese Tour ist also am wenigsten mit Steigungen besehen.

 

 

Unterkünfte und Verpflegung

Ja, die Schweiz ist im Vergleich zu anderen europäischen Ländern ein teures Urlaubsland. Das muss man einfach akzeptieren und sich überlegen, ob das ein K.o.-Kriterium für einen Urlaub in der Schweiz vorrangig ist oder nicht. Natürlich lassen sich einige Parameter beeinflussen, die an der Kostenschraube wirksam werden:

 

  • günstige Hotels oder Pensionen im voraus per Internet prüfen. Wir haben oft in kleineren Pensionen übernachtet und lagen bei einer Drei-Personen-Belegung im Bereich von 40-80 Franken pro Person. Natürlich können die Preise nach oben schnellen, wenn man in Hochpreisgebiete kommt (z.B. Vierwaldstätter See).  
  • Mehrbettzimmer statt Einzelzimmer. Das ist natürlich der größte Hebel und läßt sich natürlich nur bei ausreichender Sympathie zu seinen Mitfahrern einrichten. 
  • Denner statt Champagner. Es kann auch mal ein gemütlicher Abend auf dem Zimmer der Pension werden, mit einer gut gefüllten Plastiktüte eines Supermarktes lässt sich auch ein Abend mal die Urlaubskasse schonen. Aber es sollte nicht so sein, dass der Urlaub zu einer Sparfuchs-Aktion wird, denn dann ist der Reiz des Urlaubes nicht gut investiert. Ein Urlaub muss Spaß machen und da sollte man auch gerade dann einmal "fünf grade sein lassen".
  • Urlaub zeitlich begrenzen. Es müssen ja nicht 4 Wochen Urlaub in der Schweiz sein. Eine gut geplante und intensive Radfahrwoche ist gut machbar und die landschaftliche Belohnung ist garantiert. Die Schweiz hat viel zu bieten und es lohnt sich, das Land zu erkunden. 

 

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