Alpencross Zillertal: 2. das Furkajoch

Über das Furkajoch nach Warth

Panorama beim Furkapass

 Rundblick beim Furkajoch in Österreich

 

 

Technische Daten:

Länge:     83 km
Höhe:      1780 Hm
Dauer:     8:20 h 

Wetter:  ♦♦
Strecke: ♦♦♦
Level:    ♦♦♦♦♦

Highlights:

  • das Furkajoch geschafft
  • und den Hochtannbergpass geschafft

Von Feldkirch nach Warth

Teil I. Wir hatten einen gemütlichen Abend im Hotel Büchel und verbrachten, wie immer eine gut Zeit im Restaurant mit Essen und Trinken, schließlich haben wir auch einiges an Kalorien am Vortrag im bergigen Alpenland der Schweiz gelassen. Das Hotel Büchel war schon öfter unsere Anlaufstelle in Feldkirch, aber vor kurzem haben wir erfahren, dass das Hotel einem Neubau gewichen ist, Schade. Jetzt müssen wir uns in Zukunft eine neue Bleibe in Feldkirch suchen.

 

In der Nähe des Hotels gibt es eine gute Bäckerei und einen Supermarkt, und wie immer erledigen wir unsere Hausaufgaben und kaufen für unsere heutige Radetappe die notwendige Verpflegung ein. Am Ortsausgang von Feldkirch geht der frühmorgendliche Anstieg mit den ersten Serpentinen los: wir fahren mit unseren MTBs über Rankweil nach Laterns. Das erste Ziel ist das Furkajoch, das auf rund 1.400 Meter Höhe liegt. Das Furkajoch in Österreich ist nicht mit dem Furkapass in der Schweiz zu verwechseln (Dank Hinweis von Stephan habe ich es nun korrigiert)! 

Teil II. Ist die Strecke auf der Landkarte eher als einfache Landstraße eingezeichet, so erwartet uns doch ein reger Auto- und Motorradverkehr auf diesem Streckenabschnitt. Das wird uns auch später klar, denn dies ist eine wichtige Zubringerstraße zu den Skistationen und Liften im Gebiet Damüls. Die schöne Umgebung ersetzt das manchmal nervige Überholen unserer motorisierten Mitfahrer, denn in Richtung Süden schauen wir auf eine tolle Bergkette.

 

Wir stellen fest, dass vor der gegen überliegenden Bergkette ein Fluß verläuft, der parallel dazu von einem Schotterweg begleitet wird. Den Weg muss ich wohl bei der Planung übersehen haben, denn unsere Mountainbikes wären dort sicher lieber gefahren, als auf der Asphaltstraße in Richtung des Skigebietes Damüls. Für eine nochmalige Tour in diese Richtung werden wir die Alternativstrecke sicherlich auf Verwendbarkeit prüfen. 

Tourenbilder 1:

   

unser Zimmer in Feldkirch

Abmarsch vom Hotel Büchel in Feldkirch

 

Edi und Uwe auf dem Weg zum Furkapass

auf dem Weg zum Furkajoch

Teil III. Der Aufstieg zum Furkajoch führt durch bewaldetes Gebiet und ist mit seinen wechselnden Serpentinen sehr abwechslungsreich zu fahren. Mir kommt der Aufstieg heute irgendwie sehr anstrengend vor, die Gründe lege ich mir auch gleich zurecht, denn der Gesamtaufstieg von Fedkirch aus sind immerhin fast tausend Höhenmeter.

 

Zudem läßt das wechselhafte Wetter mit stellenweise dichten Wolken und erneuten Auflockerungen eine gewisse Unsicherheit vor einem Wetterumschwung aufkommen, aber vor allem haben wir das Pech, dass heute ein Radrennen hier stattfindet: wir werden ständig von irgendwelchen gut trainierten Rennradfahrern mit Leichtigkeit überholt, was die eigene Motivation und das Selbstvertrauen in die eigene Leistungsklasse stark mindert. Immerhin haben wir unsere schweren Mountainbikes mit unserem Kleiderschrank auf dem Rücken den Berg hoch zu befördern.

Teil IV. Irgendwann erreichen wir das Furkajoch und freuen uns über eine Pause an einer Hütte, die einem Kiosk ähnelt. Hier pausieren wir eine Weile. Dies ist auch der Treffpunkt vieler Motorradfahrer, die uns auf unserer Bergquälerei überholt haben. Manchmal habe ich sie zwischendurch für ihren Komfort beneidet und hätte gerne für die Auffahrt mit ihnen getauscht.

 

Dann aber kommt die Belohnung, die uns Mountainbiker bei jeder Erzwingung eines Berges erwartet: eine schöne und lang andauernde Abfahrt vom Pass über Argen bis Au läßt uns die stundenlange Bergarbeit vergessen. Weit geschwungende Kurven und ein ideales und nicht zu steiles Gefälle führt uns bis Au hinunter. Wie ein Spiegelbild, das alles seitenverkehrt anzeigt, kommen uns jede Menge Rennradler, Trekkkingbikefahrer und Mountainbiker jetzt entgegen und quälen sich aus umgekehrter Richtung das Furkajoch hoch.

Tourenbilder 2:

   

mit dem MTB am Furkapass

endlich am Furkajoch angekommen

 

 

Berge und Wiesen am Furkapass

Landschaft bei Au

 

Teil V. So langsam, wie es im Schneckentempo bergauf geht, ist die Abfahrt gemeinerweise in Windeseile vorüber und der Genuß ist daher von bescheidener Dauer. In Au angekommen, führt ein Fahrradweg ein ganzes Stück in Richtung Schröcken und wir fahren noch ein Stück weiter bis nach Bad Hopfreben, wo der Weg uns über einen vorgelagerten Bergkamm nach Oberstdorf bringen soll. Wir biegen also von der Straße an einer kleinen Kapelle ab ins Grüne.

 

Aber was müssen wir dann sehen? Der schöne Schotterweg, der uns auf den Bergkamm führen sollte, dürfen wir nicht mit unseren MTBs befahren und ist mittels eines strengen Verbotsschildes unter Strafandrohung gesperrt. Das war auf unserer Tourenplanungs-Software so nicht eingezeichnet. Wir beschließen also, unseren Alpencross zu ändern und den Weg jetzt über Schröcken in Richtung Warth weiter zu fahren. Leider ist unser schöner Querfeldein-Abenteuertrail nach Oberstdorf gestorben. 

Teil VI. Mittlerweile ist es später Nachmittag geworden und die nicht geplante Umkehr in Bad Hopfreben hat uns einiges an Zeit gekostet. Jetzt steht uns allerdings noch ein weiterer, aber ungeplanter Pass bevor: der Hochtannberpass mit gut 1670 Metern Höhe. Das Furkajoch noch in den Knochen, müssen wir die Kröte wohl schlucken und uns noch einmal in die Höhe bewegen, bevor wir wieder in eine Gegend mit Menschen und Hotels kommen.

 

Wir kurbeln los, und ob es an der Uhrzeit oder dem sich ankündigendem Hunger liegt, schaffen wir den Pass in einer recht guten Zeit. Das liegt auch daran, dass wir auf reinem Asphalt uns vorwärts bewegen und keine großen Hindernisse sich uns in den Weg legen. Nicht einmal der Wind traut sich uns zu ärgern. Vom Hochtannberpass rollen unsere Mountainbikes entspannt den Berg hinab und wir finden in Warth eine günstige und heimelige Unterkunft. Das lang ersehnte Abendessen läßt den Tag glücklich enden.

Tourenbilder 3:

   

verbotsschild für Mountainbiker

wir müssen leider draußen bleiben

 

 

unser zimmer in Warth

unser neues Zuhause in Warth