4. Radreise auf Kuba – die Karte westlicher Teil

Die gesamte Reisezeit auf Kuba hat einen Umfang von 4 Wochen, wobei nicht die gesamte Zeit fürs Fahrrad fahren vorgesehen war, sondern Stadtbesuche und Auszeiten am Strand genauso dazu gehörten. 

Auf Kuba trifft man einige Radfahrer an, die das Land mit unterschiedlichster Motivation bereisen oder bestrampeln. Viele sind gemütlich unterwegs und sind des Erlebens willen nach Kuba gekommen. Ich bin vereinzelt aber auch auf Radfahrer gestossen, die nach wenigen Minuten sagten, dass sie wieder los fahren müssen, um ihren Schnitt zu halten. Zwischen alten Reiserädern und modernsten Karbongeschossen ist alles zu finden. Natürlich ist die Zahl der Radfahrer auf Kuba nicht in dem Maße präsent, wie man das zum Beispiel in Deutschland, Schweiz oder Österreich oder in anderen europäischen Ländern gewohnt ist. 

 

Kartenausschnitt westlicher Teil von Kuba

Übersicht der Radreise auf Kuba in den westlichen Teil

 

Radreise in den Westen Kubas

Meine Radreise in den westlichen Teil der Insel startete, wie schon beschrieben, direkt in Havanna, da ich dort auch mit dem Flugzeug ankam und nach einer Erholungszeit gemütlich loslegte.

Wie auf der Karte unten zu sehen, führte der erste Teil der ersten Tagesetappe gut 60 Kilometer auf der Carretera Panamericana in Reichweite des Meeres, am Golf von Mexiko entlang. Key West, die südlichste Insel der USA,  konnte man nicht erkennen, dazu ist sie zu weit entfernt gelegen. 

 

Autopista Este Oeste

Bei Mariel geht es dann südlich auf die gut und breit ausgebaute Autopista Este Oeste. Vor rund zehn Jahren war auf dieser Autobahn nichts los, ab und zu ein röhrender Buick oder ein sonstiges Modell aus den 50er oder 60er Jahren oder es sind kleine mobile Touristenflitzer, die von Touristen gemietet wurden. Das Radfahren wird ab und zu langweilig, da die Autobahn sich unendlich in die Länge zieht, aber dafür kann man sich ganz dem Gefühl seiner Radreise hingeben und ein wenig sinnieren. 

Es geht fast schnurgerade aus, immer nach Westen. Wenn man Pech hat, dann bläst ein beständiger Wind einem um die Nase. Das ist im Winter bei 25-30 Grad sehr angenehm, aber schneller vorwärts kommt man deswegen nicht. Es geht an Cayajabos vorbei und nach weiteren 30 Kilometern erreiche ich die Abfahrt bei Candelaria. Das ist die Abzweigung, wo mein erster Zielort Soroa, wie im Bericht beschrieben, liegt. 

 

Carretera Central de Cuba

Die Fahrt nach San Diego de los Banos ist spannender, da ich ab San Cristobal die Autopista verlasse und auf einer Nebenstrecke fahre. Ich durchfahre Ortschaften wie Los Pinos, Santa Cruz de los Pinos und verlasse die Carretera Central de Cuba, um auf der Straße 371 zu meinem Zielort San Diego zu gelangen. 

Die gesamte Strecke macht Spaß, denn die Landschaft wird hügeliger, immer wieder Palmengruppen zu sehen, und damit einfach abwechslungsreich. Teilweise sind ganze Häuserreihen etwas von der Straße zurück versetzt, zu begutachten. Das ist eines der schönen Fahrradrouten.

 

Radstrecke nach Vinales

Es geht wieder auf die Carretera Central über La Güira, Entronque de Herradura, Consolacion del Sur bis nach Pinar del Rio. Pinar del Rio ist im Vergleich zu den umliegenden Dörfern eine richtig große Stadt. Für die Weiterfahrt nach Vinales ist sie aber nicht von Bedeutung, da ich von der Carretera Central vor Pinar del Rio bereits auf die Straße 241 in Richtung Vinales abbiege. 

Auf der 241 geht es auch wieder ruhig zu, es sind nur wenige Autos unterwegs und so fahre ich die letzten 20 bis 25 Kilometer bis zum nächsten Ziel Vinales.

 

Karte mit Vinales und Maria La Gorda

Übersicht der Radreise auf Kuba von Vinales nach Las Tumbas

 

Von Vinales nach Maria La Gorda

Der erste Teil der rund 300 Kilometer langen Strecke von Vinales nach Las Tumbas führt zurück über Pinar del Rio. Wieder auf der Carretera Central de Cuba, verläuft die Straße von Pinar über Santa Maria und San Juan y Martinez, sowie El Sabalo nach Guane. Vor Guane knickt die Carretera jedoch nach Süden wieder ab und es geht bis La Fe und Manuel Lazo bei El Cayuco. Die Strecke ist sehr gut zu fahren, alle Wege sind asphaltiert.

Jetzt geht es bis zum Meer, der Bahia de Correntes, über La Jaula bis La Bajada durch eine schöne von Palmen gerahmte Allee. Die Straße ist Teil des großen Gebietes namens Parque Nacional Peninsula de Gunanahacabibes. In La Bajada gibt es nichts besonderes zu entdecken, auch wenn dies der erste kleine Ort ist, den man bei der Durchquerung der Insel als erstes am Meer wieder antrifft. Das Ziel aller Reisenden liegt rund 15 Kilometer weiter südlich in der Bucht: Maria La Gorda.

 

Endspurt: von Maria La Gorda nach Las Tumbas

In der Bahia de Correntes angekommen, fühlt man sich nach langer Reise durch das Binnenland wunderbar erholt. Die Hitze unterwegs wird durch die frische Luft am Meer gemildert. So bleibt es auch weitest gehend auf der letzten, langen Etappe von Maria nach Las Tumbas. Zurück nach La Bajada geht es dann zuerst auf asphatierter Straße ein ganzes Stück, bis irgendwann eine Schotterpiste und dann eine Sandpiste den Rest der Strecke gestalten. Obwohl es keinerlei Siedlungen unterwegs gibt, sind auf Karten die BezeichnungenPerjuicio und El Holandes zu finden. Wer ein paar Tage bleibt, kann einige Hundert Meter noch weiter fahren und kommt an den Punta Cajon. Weiter geht es nach Marina Gaviota Cabo San Antonio und von dort wieder zurück nach Las Tumbas.

Der gesamte Weg zurück verläuft sehr ähnlich, jedoch geht es auf dem Rückweg über Sumidero. Landschaftlich kommen dann bald wieder die Mogotes bei Vinales ins Spiel.

 

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